Aktuelles

Gut beHütet im Küchengarten 2019

Kaffee und Kuchen mit Köpfchen SCHLOSSGARTEN -

 

Schöne Hüte und köstliches Gebäck für den guten Zweck

200 Gäste tafelten „Gut Behütet“ unter den Apfelbäumen des Küchengartens. Die Einnahmen werden in Ort und Stelle investiert.

OLDENBURG. Bereits vor den Toren des historischen Küchengartens des Schlossgartens steigt der Geruch von frischem Kaffee in die Nase. Auch in diesem Jahr hat die „Gemeinschaft der Freunde des Schlossgartens“ am Sonntagnachmittag zu einer besonderen Kaffeetafel eingeladen.

Der Verein bot ein reichhaltiges Kuchenbüffet im malerischen Ambiente – der Erlös aus der Veranstaltung „Gut Behütet“ kommt dem Schlossgarten zugute. „Es war eine Zitterpartie ob die Veranstaltung überhaupt stattfinden kann, da wir sie bei Regen leider hätten absagen müssen,“ erklärt der Vereinsvorsitzende, Klaus Streichbier.

Doch Petrus war gütig. „Meistens haben wir Glück mit dem Wetter und mussten die Veranstaltung erst ein Mal absagen“, berichtet die Leiterin des Schlossgartens, Trixi Stalling. Um die großen, weißen Sonnenschirme über den Tischen aufzuspannen, war es dieses mal jedoch zu windig.

Eitel Sonnenschein herrscht bei der Veranstaltung aber sowieso traditionell: „Wir prämieren den schönsten Hut. Der Gewinner bekommt ein Glas von unserem Honig aus dem Schlossgarten“, sagt Streichbier. Gerade, dass das gemeinsame Kaffeetrinken im historischen Küchengarten stattfand, begeisterte die Besucher sehr. „Wir waren schon öfter hier und besonders der Küchengarten ist immer wieder ein Besuch wert“, freut sich Anna-Maria Kordes gemeinsam mit ihrem Mann.

Die Gelegenheit, den Küchengarten zu besuchen, sollte genutzt werden. Er ist nämlich nicht immer frei zugänglich. Dies solle künftig aber geändert werden. Es sei in Planung, nun öfter Veranstaltungen in seiner historischen Atmosphäre stattfinden zu lassen. So überlege der Verein sogar, den Küchengarten nach historischem Vorbild umzugestalten.

Veranstaltungen wie diese liegen dem Vereinsmitglied, Hille Balin, sehr am Herzen. „Wir freuen uns immer sehr, neue Gesichter bei uns begrüßen zu können“, erklärt sie. Durch die tatkräftige Unterstützung zahlreicher Vereinsmitglieder sei der Nachmittag zu einem vollen Erfolg und Genuss für alle geworden. Ob mit Hut oder ohne: neue Vereinsmitglieder sind immer herzlich willkommen.

 

Christin Hufer

NWZ online vom 12.8.2019

 

 

Rückblick: GutBehütet im Küchengarten am 11.08.2019

 

Bei idealem heiter bis wolkigen Wetter fanden mehr als 250 Besucherinnen und Besucher den Weg in den Küchengarten, um die schöne Atmosphäre und Prosecco, Kaffee, Tee und Kuchen an der langen weiß gedeckten Kaffeetafel zu genießen und damit unsere Projekte für den Schlossgarten zu unterstützen. Bei Ihnen und bei der Firma Hoffmann Zelt und Veranstaltungsservice, die uns kostenlos die Bänke und Tische zur Verfügung gestellt hatte, bedanken wir uns herzlich. Auch zahlreiche Vereinsmitglieder hatten sich als Helferinnen und Helfer zur Verfügung gestellt und viel zu tun. Danke. Wenn es mit der Versorgung einmal nicht so schnell klappte, möge man das unseren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern nachsehen. Der Saxophonist Gregor Wachowski trug ebenfalls zur guten Stimmung bei.

 

Natürlich wurden wieder die schönsten Hüte prämiert, aber die Auswahl war schwer, wie man den Fotos entnehmen kann.

 

Ulrike Hollinderbäumer

Diese Hüte wurden prämiert!

Unsere Helferinnen, danke.

Von unserem Verein geförderte Maßnahmen:

Der dringend erforderliche Anstrich der zwischenzeitlich blau-weiß gemusterten blauen Brücke wurde maßgeblich durch unsere Spende unterstützt.

NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

19.06.2019

Brücke wieder tiefblau  - Thomas Husmann

Malerin Astrid Wagner lässt die Brücke wieder leuchtend blau erstrahlen.

Bild: Thomas Husmann

 

Oldenburg Nun strahlt sie wieder, die Blaue Brücke am westlichen Ausgang des Schlossgartens. Seit Jahren wartete sie auf einen frischen Anstrich, nun sorgte Malerin Astrid Wagner dafür, dass das Schmuckstück einen kräftigen Farbtupfer setzt. Deutlich mehr als 100 Jahre alt ist die mit Holzbohlen belegte Metallkonstruktion, die die beiden Ufer der Hausbäke miteinander verbindet. Die Hausbäke floss übrigens einst von Süden kommend als „Eversten Graben“ (oder auch „Moorbäke“ genannt) durch die Dobbenwiesen zur Haaren. Dann wurde sie 1806/07 durch das Schlossgartengelände und im Anschluss parallel zur Gartenstraße verlegt.

 

Auch die 1986  mit Mitteln unserer Gemeinschaft wieder errichtete Balustrade am großen Ententeich musste dringend instand gesetzt werden. Diese Maßnahme wurde mit unseren Mitteln kürzlich abgeschlossen.

Instandhaltung der Balustrade 2019

Bewegender Einblick in Gärtnerfamilie

Von Frank Jacob

Die traditionsreiche Gärtnerfamilie Bosse war im 18. Jahrhundert in den Dienst der herzoglich-oldenburgischen Familie getreten. Sie war für die Gestaltung der Rasteder Park- und Gartenanlagen verpflichtet worden.

 

OLDENBURG/RASTEDE. Es sei eine ungewöhnliche, beklemmende Situation, sagt Jürgen Herold vom Oldenburger Landesverein für Geschichte, Natur und Heimatkunde und fügt erklärend hinzu: „Weil jemand nicht da ist, der hier sitzen müsste: Margarethe Pauly.“ Rastedes langjährige Gemeindearchivarin war am 10. Mai unerwartet im Alter von 80 Jahren verstorben.

So kann sie nicht mehr dabei sein, als im Palais das von ihr herausgegebene Buch „Die Lebenserinnerungen des Hofgärtners Gottlieb Bosse (1799-1885)“ vorgestellt wird. Es erscheint im Isensee-Verlag als Band 33 in der Reihe Oldenburger Forschungen. Neben Verleger Florian Isensee sind bei der Präsentation auch die Förderer anwesend: die Gemeinde Rastede, die Gemeinschaft der Freunde des Schlossgartens und die Firma Bruns Pflanzen.

Herold, der das Buchprojekt koordinierte, sagt: „Margarethe Pauly hat viel Mühe aufgewendet, damit die Bosse-Erinnerungen in den Druck gehen konnten.“ Um das Buch fertig zu bekommen, habe sie andere Projekte beiseite geschoben. Was die frühere Gemeindearchivarin über den Fund der Bosse-Aufzeichnungen hätte berichten können und was sie letztlich zur Veröffentlichung getrieben hat, kann nun nicht abschließend geklärt werden.

Gottlieb Bosse, 1799 in Rastede geboren, entstammt einer traditionsreichen Gärtnerfamilie. Sein Onkel Carl Ferdinand Bosse war 1784 in den Dienst der herzoglich-oldenburgischen Familie getreten und für die Gestaltung der Rasteder Garten- und Parkanlagen verpflichtet worden. Gottlieb Bosses Vater, Christian Ludwig Bosse, setzte die Arbeit als Hofgärtner fort und war auch in Oldenburg tätig. Gottlieb Bosse selbst wurde ebenfalls ein bedeutender Hofgärtner – in Böhmen, schildert Margarethe Pauly in ihrem Buch.

Das gut 130 Seiten starke Werk über den Hofgärtner Bosse könne man als Familiengeschichte, als Berufsgeschichte oder als Reisegeschichte lesen, erläutert Herold. Die Lebenserinnerungen ließen sich zudem als Beitrag zur Arbeitsmigration oder zur Migration im Allgemeinen lesen. Und natürlich erhalte der Leser auch einen Einblick in das Rastede der damaligen Zeit.

„Wenn man das Buch heute liest, kommt man sich ein kleines Stück vor wie ein Voyeur, der in Familiengeheimnisse eindringt“, sagt Herold. Aber dies mache ja in fiktionaler Literatur häufig das Interesse aus. Der ursprüngliche Text sei wohl nie zur Publikation bestimmt gewesen und sollte vermutlich ins Familienarchiv eingehen, sagt Herold. Denn: „Zum Teil wird recht harsche Kritik an Personen des öffentlichen Lebens geäußert, auch die eigene Familie wird nicht geschont.“ Das Buch „Die Lebenserinnerungen des Hofgärtners Gottlieb Bosse“ ist im Isensee-Verlag erschienen (ISBN: 978-3-7308-1527-4). Es kostet 12,80 Euro.

NWZ 05.06.2019

Rosen- und Staudentage in Oldenburg

 

Ein Genuss für alle Sinne

 

Wolfgang Alexander Meyer

 

Das Konzept der Veranstalter ist aufgegangen: Schöne Blumen, Kaffee und leckerer Kuchen, dazu auch noch gutes Wetter und die besondere Atmosphäre des Küchengartens.

 

Oldenburg „Es ist einfach nur schön hier“, sagt Bärbel Boedecker. Sie sitzt mit ihrem Mann Rainer im Küchengarten des Oldenburger Schlossgartens und lässt sich ein Stück Kirschkuchen schmecken. Um die beiden herum summt und brummt es, der Wind weht in einer leichten Brise und trägt immer mal wieder den Duft verschiedener Rosen mit sich.

Die Atmosphäre während der Rosen- und Staudentage im Schlossgarten ist idyllisch. Es wirkt fast wie in einem Rosamunde Pilcher-Film. Es gibt kaum einen Gast, der nicht irgendwann zufrieden lächelt, während er die Blumen betrachtet.

 

Besucher kommen gezielt vorbei

„Genau das ist das Ziel der Veranstaltung“, sagt Trixi Stalling, Leiterin des Schlossgartens. Bereits seit etwa zehn Jahren organisiert sie die Rosen- und Staudentage und freut sich, dass die Besucher das Programm so gut annehmen. „Die meisten Leute kommen ganz gezielt hier her, um sich Inspiration zu holen und sich dann auch die gewünschten Rosen zu kaufen“, berichtet Stalling.

Vor fünf Jahren habe sie den Rosengarten im Schlossgarten erneuert und die neuen Pflanzen würden viele Besucher begeistern. „Das sind alles alte Sorten mit offenen Blüten, von denen jede auch duftet“, erklärt die Gartenleiterin weiter. Eine der gefragtesten davon sei eine buschig wachsende Sorte mit dem Namen „Bienenweide“.

 

Vom Kuchen wird nichts übrig bleiben

Ebenfalls gefragt bei den Besuchern: Der selbst gebackene Kuchen, den der Verein „Gemeinschaft der Freunde des Schlossgartens“ servierte. „Wir haben etwa 40 Kuchen für das Wochenende, die wir verkaufen, davon wird am Ende nichts übrig bleiben“, ist sich Dr. Werner Hanisch aus dem Vereinsvorstand sicher.

 

Das Geld, das der Verein durch den Verkauf einnimmt kommt dem Schlossgarten zugute. „Davon werden zum Beispiel Neuanpflanzungen oder Bänke bezahlt“, erklärt Hanisch, der mit neun weiteren Helfern im Einsatz ist, um den Besuchern einen möglichst angenehmen Aufenthalt zu bieten.

 

https://www.nwzonline.de/oldenburg/wirtschaft/oldenburg-rosen-und-staudentage-in-oldenburg-ein-genuss-fuer-alle-sinne_a_50,4,3554698600.html

 

Saisoneröffnung im Lesepavillon

Gartenflohmarkt im Küchengarten

Am Samstag, dem 28.4. fand der von der Schlossgartenverwaltung organisierte traditionelle Gartenflohmarkt statt, der bei gutem Wetter regen Zuspruch fand. Es wurde getauscht und gehandelt und auch gerne Kaffee und von Teilnehmern gespendeter Kuchen genossen.

Hier einige Eindrücke: