Rundschreiben Dezember 2012

An die

Mitglieder und Förderer der

Gemeinschaft der Freunde

des Schlossgartens

 

Oldenburg, Anfang Dezember 2012

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Mitglieder und Förderer des Schlossgartens,

 

wir blicken auf ein für den Schlossgarten ereignisreiches Jahr zurück.

Den Saisonauftakt bildete unser traditionelles Teetrinken mit hervorragendem Kuchen am 20. April im Hofgärtnerhaus. Leider konnte wegen des feuchten Wetters in den Wochen zuvor der Teepavillon nicht genutzt werden.

Erfreulich starken Zuspruch hatten unsere Exkursionen am 16. Juni ins Emsland - Schloss Clemenswert und Stift Börstel – sowie am 5. Oktober nach Leer, bei der wir aufgrund der großen Nachfrage leider nicht alle Anmeldungen berücksichtigen konnten. Bereits jetzt danken wir Herrn Dr. Pühl, dass er sich dazu bereit erklärt hat, die Exkursion nach Leer im 1. Halbjahr 2013 zu wiederholen! Beide Veranstaltungen wurden von ihm sehr sorgfältig vorbereitet, souverän geleitet und haben allen Teilnehmern neue, vertiefte Einblicke in vermeintlich bereits bekannte Denkmäler und Gärten vermittelt.

Das Benefizfrühstück am 1. Juli war wieder ein organisatorischer Kraftakt, der nur durch genaue Vorbereitung und aufgrund der intensiven Mithilfe von Frau Stalling, ihrer Mitarbeiter und vieler Mitglieder gelang. Ich darf hier insbesondere Frau Heise, Herrn Dr. Hanisch, Herrn Speer und Herrn Müller-Meinhard nennen. Das Frühstück war hervorragend vorbereitet, die Kaffeeversorgung funktionierte ohne Probleme, alle Teilnehmer waren sehr zufrieden. Dennoch haben wir trotz Sonnenscheins und angenehmen Sommerwetters lediglich 165 Eintrittskarten verkauft. Damit ergab sich ein wirtschaftliches Ergebnis von leider nur 1.700,-- €. Vor diesem Hintergrund hat sich der Vorstand entschlossen, im nächsten Jahr kein Frühstück, sondern eine Kaffeetafel im Küchengarten zu Gunsten des Schlossgartens zu veranstalten.

Am 12. Oktober haben wir mit einer Veranstaltung an das 60jährige Bestehen unserer Gemeinschaft erinnert. Dabei hat Herr Bösterling über die historische und heutige Zielsetzung von Landschaftsgärten wie dem Schlossgarten referiert und eine Anzahl von konkreten Vorschlägen gemacht, die zu auch kontroversen Diskussionen geführt haben. Letztlich ist noch der Tag des offenen Denkmals am 9. September zu erwähnen, an dem die Gemeinschaft mit einem Stand vertreten war und bei dem wir zusammen mit dem Ortskuratorium der Deutschen Stiftung Denkmalschutz mehrere tausend Besucher begrüßen durften.

 

Neben den Veranstaltungen hat uns im Lauf des Jahres das von der Landesverwaltung eingeholte Gutachten „Entwicklung und Nutzungskonzept Schlossgarten Oldenburg“ beschäftigt. Danach sind große Veranstaltungen im Schlossgarten „nicht zulässig“; kleinere Veranstaltungen sollen nur dann durchgeführt werden, wenn keine Nachteile für die umgebenden Schlossgartenbereiche zu befürchten sind. Für einen Café-Betrieb seien weder das Hofgärtnerhaus noch der Lese- oder Teepavillon geeignet.

Diese Aussagen des Entwicklungs- und Nutzungskonzepts sind vom Vorstand ebenso wie die Aussage des Gutachters, dass Sichtachsen wiederhergestellt und die Wege im Schlossgarten grundsaniert werden müssen, begrüßt worden.

Zum Küchengarten führen die Gutachter aus, dass eine „Phase der Stille mit späterer Neugestaltung“ eingeleitet werden solle. Wir sind dagegen der Auffassung, dass historisch im Küchen- und Obstgartenbereich eine große Zahl von Obstbäumen nachgewiesen ist. Wir haben daher u. a. im Beirat des Schlossgartens und im Kulturausschuss der Stadt vorgeschlagen, zum Schlossgartenjubiläum 2014 eine Rekonstruktion des Küchengartens in den Blick zu nehmen und dabei die dort vorhandenen, mit Mühe und erheblichen Kosten nach den historischen Listen beschafften und angepflanzten seltenen Obstbäume zu integrieren.

 

In den letzten Jahren konnten durch Investitionen im Schlossgarten z.B. Ausbau des Tropenhauses, Reparaturen an den Brücken erhebliche Anstrengungen für den Erhalt und die Steigerung seiner Attraktivität durchgeführt werden. Hierfür sind zum Teil erhebliche Mittel durch die Gemeinschaft aufgebracht worden. Auch haben wir in den letzten Jahren durch laufende Zuwendungen die engagierte und vorbildliche Arbeit von Frau Stalling und der Mitarbeiter der Schlossgartenverwaltung unterstützt. Wir freuen uns daher sehr, dass es uns nun gelungen ist, im Zusammenwirken mit der Schlossgartenverwaltung den Erwerb und den Einbau der Befeuchtungs- und Benebelungsanlage für das Tropenhaus zu realisieren. Dies war nur möglich, weil die Gemeinschaft zugesagt hat, Kosten von etwa 24.500 € zu übernehmen.

Weitere Kosten in Höhe von je 5.000 € übernehmen das Land Niedersachsen und die Stadt Oldenburg. Schließlich danken wir dem Baumanagement für die Zurverfügungstellung eigener Mittel und in ganz besonderer Weise der Landessparkasse zu Oldenburg und der Öffentlichen Versicherung, die sich auf unsere Bitte hin bereiterklärt haben, jeweils 2.500 € zur Verfügung zu stellen. Damit konnte der Auftrag für den Einbau dieser Anlage noch in diesem Jahr erteilt werden; wäre dies nicht gelungen, hätten die jeweils 5.000 € von Stadt und Land voraussichtlich nicht zur Verfügung gestanden.

 

Dank gebührt aber auch Ihnen allen, unseren Mitgliedern und Förderern, die die Arbeit unserer Gemeinschaft in den letzten Jahren so großzügig unterstützt und uns daher instand gesetzt haben, auch dieses Projekt im Zusammenwirken mit Stadt, Land, Baumanagement, der Landessparkasse zu Oldenburg und der Öffentlichen Versicherung zu einem guten Ende zu führen.

 

Ich bitte Sie, uns auch in Zukunft ideell sowie materiell so nachhaltig und großzügig wie bislang zur Seite zu stehen und so unser Ziel, das einzigartige Ensemble des Schlossgartens zu erhalten und attraktiv für Besucher zu machen, zu unterstützen.

 

Diesem Ziel sollten sich auch alle Veranstaltungen, die sich auf das Schlossgartenjubiläum im Jahre 2014 beziehen, unterordnen. In diesem Jahr werden die Landesmuseen, das Stadtmuseum, die Landesbibliothek sowie die Museen in Jever und Cloppenburg Ausstellungen, die auf die Bedeutung des Landschaftsgartens, insbesondere des Schlossgartens eingehen, präsentieren. Hierfür steht ein Betrag von annähernd zweihunderttausend Euro zur Verfügung. Leider wird mit viel kleineren Beträgen in die Struktur des Schlossgartens investiert. So konnte das Land noch nicht mitteilen, welche Mittel für die auch vom Gutachter des Landes für dringend notwendig erachtete Grundsanierung der Wege im Jahr 2013 zur Verfügung gestellt werden können. Wir hoffen, dass auch insoweit alsbald Zusagen des Landes und ggf. auch der Stadt erfolgen; es wäre für uns nicht nachvollziehbar, wenn nur ein Bruchteil der Geldbeträge, die für die genannten Ausstellungen zur Verfügung stehen, für die dringend notwendigen Sanierungsarbeiten im Schlossgarten aufgewandt werden.

 

Zum Abschluss will ich noch auf unseren Saisonabschluss, auf den Adventspunsch im Rosengarten hinweisen, zu dem Frau Stalling, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und wir Sie herzlich am Sonntag, dem 9. Dezember 2012, ab 17.00 Uhr einladen.

 

Bitte kommen Sie mit Ihren Freunden und Bekannten!

 

Die Daten der für das nächste Jahr geplanten Aktionen und Exkursionen entnehmen Sie bitte dem anliegenden Veranstaltungskalender.

 

Im Namen des Vorstandes wünsche ich Ihnen schöne und geruhsame vorweihnachtliche Wochen und hoffe, dass wir uns am späten Nachmittag des 9. Dezember 2012 beim Adventspunsch sehen.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Gemeinschaft der Freunde

des Schlossgartens

 



Rundschreiben 11.12.2012.doc
Microsoft Word-Dokument [285.0 KB]