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Bericht des Vorsitzenden zur Mitgliederversammlung am

1. September 2015

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

über alle wesentlichen Vorgänge in der Zeit nach unserer letzten Mitgliederversammlung Anfang September 2014 habe ich Sie durch Rundschreiben informiert. Heute will ich daher nur zusammengefasst auf die für unsere Gemeinschaft wichtigen Ereignisse und Entwicklungen eingehen:

 

  1. Unsere Veranstaltungen

     

  2. Tag des offenen Denkmals

 

Am Tag des offenen Denkmals am 14. September 2014 war die Gemeinschaft im Küchengarten u.a. mit einem Stand vertreten und konnte zusammen mit dem Ortskuratorium der Deutschen Stiftung Denkmalschutz mehrere hundert Besucher begrüßen. Frau Eilers und Herrn Dr. Pühl haben Führungen durchgeführt, die regen Zuspruch fanden. Weiter haben wir Getränke und Apfelkuchen angeboten, was nicht unwesentlich zu dem Ertrag von etwa 500 €, der insgesamt erzielt werden konnte, beigetragen hat. Besonderer Dank gebührt Frau Eilers und Herrn Dr. Pühl sowie den beteiligten Vorstandsmitgliedern und einigen engagierten Helfern.

 

  1. Adventspunsch 2014

     

    Auch bei der Vorbereitung dieser Veranstaltung haben uns viele unterstützt, wobei insbesondere der Arbeitsgruppe des Vorstandes mit Herrn Dr. Hanisch, Herrn Müller-Meinhardt und Herrn Speer besonderer Dank gebührt. Auch hatten Frau Stalling und ihre Mitarbeiter alles mit Engagement und Liebe hergerichtet und vorbereitet. Dann erreichten uns schlechte Wetterprognosen. Am Morgen des Veranstaltungstages wurden diese noch durch eine Sturmwarnung komplettiert. Frau Stalling hat dann schweren Herzens darauf hingewiesen, dass sie für die Sicherheit der Besucher garantieren müsse, was bei Sturm und evtl. abbrechenden und herunterfallenden Ästen nicht gegeben sei. Im Ergebnis haben wir die Veranstaltung abgesagt. Dann erging es uns ähnlich wie bei der Kaffeetafel im Küchengarten - Gut beHütet - am 27. Juli 2014: Zwar gab es noch Regenschauer, nach 17.00 Uhr, dem geplanten Beginn der Veranstaltung, flaute der Wind ab und es waren nur noch einige Windböen zu verzeichnen. Herr Müller-Meinhardt und ich haben uns dann am Abend des 5. Dezember an das Tor an der Gartenstraße gestellt und den Besuchern, die noch kamen, persönlich erklärt, warum die Veranstaltung leider ausfallen muss. Dabei haben wir Verständnis gefunden, weil viele auch die Wettervorhersagen gehört hatten. Die Zahl der Personen, die an diesem Abend erschien, war aber nicht sehr hoch. Es mögen vielleicht 50.Personen gewesen sein. Dies gibt Anlass zur Überlegung, ob wir den Adventspunsch nicht wieder an einem Sonntag stattfinden lassen sollten, auch wenn natürlich berücksichtigt werden muss, dass es für Frau Stalling und alle Mitarbeiter der Schlossgartenverwaltung aus verschiedensten Gründen naheliegend ist, alle Vorbereitungen für eine derartige Veranstaltung an einem normalen Arbeitstag - einem Freitag - zu treffen.

     

  2. Saisonauftakt 2015 - Tee im Teehaus -

     

    Zum Saisonauftakt haben wir uns dieses Mal zum Teetrinken im Teehaus getroffen. Das war eine sehr schöne Veranstaltung, die Herr Dr. Pühl mit Anmerkungen zu historischen Gärten, die in Oldenburg in der Zeit vor Errichtung des Schlossgartens bestanden, bereichert hat. Dank gilt auch in diesem Zusammenhang insbesondere Herrn Müller-Meinhardt, der durch eine Spende wieder dafür gesorgt hat, dass zum Tee auch Kuchen zur Verfügung stand.

     

  3. Exkursion nach Jever

     

    Am 25. April 2015 fand eine gut besuchte Exkursion nach Jever statt, die allen Teilnehmern ein neues Verständnis für die Struktur des Schlosses, des Schlossgartens und der Stadt Jever bot, sowie auch am Forsthaus Upjever einbezog. Auch hier muss ich mich bei Herrn Dr. Pühl ganz herzlich bedanken. Er hat die Exkursion sorgfältigst vorbereitet, liebevoll geleitet und es dabei noch geschafft, dass wir im historischen Raum im Haus der Getreuen in Jever Mittag essen durften. Diese Exkursion wird am 10. Oktober 2015 etwas modifiziert, nämlich um einen Besuch des Warfendorfs Wübbel angereichert, wiederholt. Auch diese Exkursion ist schon ausgebucht, was zeigt, wie gut die erste Exkursion am 25. April 2015 aufgenommen worden ist.

     

  4. Gut beHütet

     

    Höhepunkt unserer Veranstaltungen sollte die erneute Durchführung der Kaffeetafel im Küchengarten - „Gut beHütet“ - am Sonntag dem 19. Juli 2015 werden. Die Vorbereitung lief hervorragend. Frau Stalling und unser Kernveranstaltungsteam, Herr Dr. Hanisch, Herr Müller-Meinhardt und Herr Speer, leisteten eine intensive Vorarbeit. Es meldeten sich auch viele Helfer. Wir erhielten genügend Kuchenspenden, um etwa 150 - 200 Besucher an einer sommerlichen Kaffeetafel zu bewerten. Bereits am Freitag vor dem Veranstaltungstag haben wir vom Vorstand zusammen mit mehreren Helfern Stühle und Bänke aufgebaut.

    Alles war vorbereitet. Und auch dieses Mal hatten wir mit dem Wetter Pech. Am Sonntag, dem 19. Juli 2015, setzte Regen ein, der allerdings am frühen Nachmittag nachließ und zeitweise eine Pause einlegte. Also haben wir versucht, aus den Erfahrungen des letzten Jahres zu lernen - die Veranstaltung fand statt! Leider handelte es sich nur um eine Regenpause und gegen 15.30 Uhr setzte erneut Regen ein, der alsbald stärker wurde. Wir haben dann versucht, aus der Lage das Beste zu machen und konnten etwa 50 - 60 Besucher begrüßen, die teilweise mit uns im Regen ausharrten oder sich in der Remise vor dem Regen schützten und dort dem Kaffee und Kuchen zusprachen.

    Zum Glück wurden wir bereits im Vorfeld von einigen Spendern erfreulich unterstützt, sodass wir letztlich bei dieser Veranstaltung trotz der aufwändigen Vorbereitung und des zu zahlenden Entgelts für die Musik mit einem erträglichen Minus abschließen konnten. Ganz herzlich darf ich den Helfern danken, die alles vorbereitet, mit uns ausgeharrt und auch unter schlechten Bedingungen noch beim Verkauf des Kuchens bei Kaffee- und Teekochen und in anderer Weise mitgeholfen haben. In Anbetracht dieser Schwierigkeiten bei Freiluftveranstaltungen müssen wir für das nächste Jahr überlegen, ob wir die Veranstaltung - vielleicht unter Einbeziehung des Teehauses oder des Lesepavillons und unter Nutzung von Zelten so umorganisieren, dass sie auch bei schlechten Wetterverhältnissen durchgeführt werden kann.

     

  5. Mitglieder und Spender

     

    Durchaus erfreulich haben sich unsere Mitgliederzahlen entwickelt. Zurzeit haben wir etwas etwa 360 zahlende Mitglieder. Dabei haben wir sicher davon profitiert, dass durch das Schlossgartenjubiläum im vergangenen Jahr das öffentliche Interesse am Schlossgarten gestiegen ist. Durch die schlechten Wetterverhältnisse bei unseren beiden Veranstaltungen - dem Adventspunsch und Gut beHütet - waren wir nicht in der Lage, an diesen Veranstaltungen in nennenswertem Umfang weitere Mitglieder zu werben. Freuen dürfen wir uns, dass wir in 2014 und 2015 in ganz erfreulichem Umfang Spenden erhalten haben. Im gesamten Jahr 2014 waren es mehr als 26.000.- €! Dabei ging es teilweise um die Neuanschaffung von Bänken, um die Anschaffung von Bäumen oder es wurde ganz allgemein für den Schlossgarten gespendet. Auch haben wir uns sehr gefreut, dass mehrere Mitglieder Feiern zum Anlass genommen haben, für den Schlossgarten Geld zu sammeln und an uns zu spenden. Für diese Aktivitäten und das Vertrauen in unsere Gemeinschaft danken wir Ihnen allen sehr.

     

III.  Unsere Unterstützung für den Schlossgarten

 

Im Jahr 2014 haben wir den Schlossgarten mit annähernd 28.000 € unterstützt. Diese Unterstützung haben wir auch im bisherigen ersten Halbjahr 2015 fortgesetzt. Insbesondere haben wir Geld für den Kauf von Bänken zur Verfügung gestellt. Dabei haben wir es der Schlossgartenverwaltung ermöglicht, neben den bisherigen Bänken, die seitlich Gusseisenteile aufweisen, auch andere Bänke - ganz aus Holz - nach historischem Vorbild zu erwerben. Dafür sind im letzten Jahr etwa 8 - 9.000 €, in diesem Jahr bislang etwa 10.000 € verwendet worden. Daneben haben wir in diesem Jahr wie im letzten Jahr den Kauf der sog. Frühblüher finanziert, Kosten für den Ankauf von Fischfutter getragen und die Materialkosten für Nistkästen, die in der engagierten pädagogischen Arbeit von Frau Stalling eine Rolle spielen, unterstützt. Dabei handelte es sich insgesamt um einen Betrag von etwa 6.000 €.

Daneben haben wir weiter Mittel aufgewandt, um unsere „Parkranger“ zu unterstützen. Hier ist die Lage unglücklich. Die bisherige Unterstützung unserer „Parkaufsichten“ durch die Bundesagentur für Arbeit ist ausgelaufen oder läuft aus. Wir haben daher versucht, dieser Schwierigkeit  dadurch zu begegnen, dass wir beiden Aufsichten zumindest eine Aufwandsentschädigung bieten. Wir müssen überlegen, wie wir diese Tätigkeit sichern. Das erscheint uns notwendig, denn die Arbeit der Parkranger hat in ganz erheblichem Umfang dazu beigetragen, dass auch jüngere Besucher den Garten mit mehr Respekt behandeln und Vandalismus und Müllprobleme sich verringert haben.

 

Zur Tätigkeit des Vorstands für den Schlossgarten gehört weiter die Mitarbeit im Schlossgartenbeirat. Dort sind wir Mitglied, das rede- aber nicht stimmberechtigt ist. Im Beirat sind wir bemüht, den Interessen des Schlossgartens eine Stimme zu verleihen. Es wird Sie nicht überraschen, dass es dabei häufiger zu durchaus kontroversen Diskussionen und Auseinandersetzungen mit der Ministerialverwaltung des Landes oder auch der Stadt, die zu den Kosten des Schlossgartens beizutragen hat, kommt. Insgesamt sind wir aber bemüht, einvernehmliche Lösungen zu erreichen, wobei wir das Geld, das Sie uns durch Mitgliedsbeiträge und Spenden zur Verfügung stellen, einsetzen und uns durch einen Anteil an den Kosten an Maßnahmen beteiligen und diese auch initiieren.

 

IV Situation des Schlossgartens - unsere Ziele -

 

Zunächst ist hervorzuheben, dass sich die Schlossgartenverwaltung unter Leitung von Frau Stalling ganz engagiert und zielstrebig für die Pflege, den Erhalt und die Attraktivität unseres Schlossgartens einsetzt. Wenn man bedenkt, wie viele Veranstaltungen im letzten Jahr und in diesem Jahr Frau Stalling und ihre Mannschaft gemeistert haben, kann nur Lob gespendet werden.

Leider müssen wir erkennen, dass die finanzielle Ausstattung, die das Land Frau Stalling und ihren Mitarbeitern zur Verfügung stellt, häufig nicht ausreichend ist, um den Schlossgarten entsprechend seiner Bedeutung instand und attraktiv zu erhalten. Mit dem Rückenwind des Jubiläumsjahres ist es gelungen, dass im letzten Jahr etwa zwei Drittel der Wege mit Mitteln des Bundes und des Landes saniert werden konnten. Diese Sanierung muss fortgesetzt werden!

Weiter hat das Schlossgartenjubiläum auch dazu geführt, dass einige bauliche Maßnahmen die Erneuerung von Dächern an den Gebäuden des Gartens vorgenommen wurden. Dafür gebührt insbesondere dem Baumanagement Dank. Es bleibt aber noch ein Reparaturstau an anderen Gebäuden!

Die im Jubiläumsjahr angeschafften Baumhäuser sind abgebaut. Allerdings konnten sie nicht alle und vor allem nicht mit dem Erlös, an den man zuvor gedacht hatte, veräußert werden. Dies ist ärgerlich, weil allein für die Baumhäuser mehr als 100.000 € aufgewandt wurden und ursprünglich die Hoffnung bestand, dass der Erlös aus dem Verkauf der Baumhäuser das Budget der Schlossgartenverwaltung aufbessern würde.

Schließlich gehört zur Erhaltung der Attraktivität des Gartens, dass neben Bänken auch optisch „erträgliche“ Müllgefäße vorhanden sind. Hier hoffen wir noch auf Lösungen. Gleiches gilt für das Vorhaben, an einer geeigneten Stelle im Garten - wir denken an das Torhaus zu Gartenstraße - ein kleines Café mit einer Verkaufskiosk für die Erzeugnisse des Schlossgartens  einzurichten. Dies wird nicht einfach sein, weil dort zurzeit die Sozialräume der Mitarbeiter untergebracht sind. Dann ist noch die Frage zu klären, ob und wie der Küchengarten entsprechend seiner historischen Bedeutung „zum Leben“ erweckt werden kann.

 

Sie sehen, uns bleibt noch einiges zu tun - wir hoffen auf Ihre Mitarbeit und Unterstützung!

 

Klaus Streichsbier